Verlust von Kollagen- und Elastinfasern führt zu Verlust von Feuchtigkeit und Elastizität Verlust der Hautspannung - erstes Anzeichen dieser nachlassenden Hautspannung ist das Symptom der Hautdellenbildung bei Übergewicht wie auch bei einem Missverhältnis zwischen Körperfett und Muskulatur. Die Hautdellenbildung wird in der Laienpresse als Zellulitis oder Orangenhaut bezeichnet. Falten Hautverdünnung Abnahme der Hornschicht sowie Verhornungsstörung Abnahme der Talg- und Schweißdrüsensekretion Unregelmäßige Melaninproduktion Pigmentflecken Altersjuckreiz

(trockene Haut)
Häufigkeit der Altershaut
Die biologische Hautalterung beginnt bei der Frau zwischen dem 25. und 30. Lebensjahr, beim Mann ab dem 35. Lebensjahr. Etwa ab dem 40. Lebensjahr werden die ersten altersbedingten Hautveränderungen sichtbar.
Symptome und Beschwerden
Haut
Die Altershaut ist gegen Austrocknung empfindlich. Die Schweißsekretion nimmt im Alter ab. Der Talgspiegel auf der Haut sinkt. Die Fähigkeit der alten Haut, sich der Umwelt anzupassen und Basen zu neutralisieren, ist herabgesetzt. Folge dessen sind zusätzliche Krankheiten oder Irritationen wie beispielsweise durch Waschmittel - typisch ist auch das Eczéma craquelé. Das Eczéma craquelé stellt sich als craqueléartige Hornschichteinrisse mit Rötung und Schuppung dar.
Bei Männern mit fettiger Gesichtshaut sieht man ein überschießendes Wachsen der Talgdrüsen, die ringförmig angeordnet sind.
Weitere typische Symptome der Altershaut sind Altersflecken, Alterswarzen und Blutschwämme (Angiome), des Weiteren Faltenbildung zwischen Nase und Mund, an den Augen und auf der Stirn. Hier entstehen insbesondere Mimikfalten.
Haare
Das Kopfhaar wird im Alter schütter und gelblich-schmutziggrau. In den mittleren Partien der Augenbrauen, an den Ohren und im Naseneingang wachsen die Haare verstärkt. Dagegen fallen seitlich die Augenbrauenhaare aus.
Nägel
Die Nägel sind im Alter dicker, wachsen langsamer und werden brüchig. Vor allem der Nagel der großen Zehe ändert häufig seine Wachstumsrichtung und wird unförmig dick.
Risikofaktoren
Biographische - unveränderbare – Risikofaktoren
- Alter – junge Haut ist elastischer. Die biologische Hautalterung beginnt bei der Frau zwischen dem 25. und 30. Lebensjahr, beim Mann ab dem 35. Lebensjahr. Etwa ab dem 40. Lebensjahr werden die ersten altersbedingten Hautveränderungen sichtbar.
- Genetische Veranlagung
Modifizierbare - durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren
- Rauchen – erhöht den oxidativen Stress
- Alkoholmissbrauch
- Unzureichende Vitalstoff-Versorgung
Behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen
- Hormonstörungen – Menopause, Andropause und Somatopause
Medikamente
- Corticoide – führen zu einer Ausdünnung der Haut
Röntgenstrahlen
- Bestrahlungen bei Tumorerkrankungen
Sonnenstrahlen
- UV-A und UV-B-Strahlen beschleunigen die Hautalterung
Umweltbelastungen
- Beispielsweise beruflicher Kontakt mit Chemikalien
Sonstige Risikofaktoren
Die Haut ist extrinsischen Alterungsfaktoren und intrinsischen Einflüssen der Alterung ausgesetzt.
Extrinsische Faktoren
Hauptursache der Hautalterung sind die Sonnenstrahlen!
Sonnenstrahlen oder entsprechende künstliche Strahlen (Solarien) - ultraviolettes Licht - beschleunigen den Alterungsprozess der Haut - man spricht in diesem Zusammenhang von Photoalterung.
Sämtliche Hautabschnitte - Epidermis, Korium (Lederhaut) und subkutanes Fettgewebe - altern durch ultraviolettes Licht. Die UV-Strahlen setzen reaktive Sauerstoffverbindungen (ROS) - siehe auch oxidativer Stress - frei. Dieses führt unter anderem zu DNA-Strangbrüchen. Des Weiteren entstehen so genannte toxische Photoprodukte, die sowohl zur Hautalterung wie auch zu einem erhöhten Hautkrebsrisiko führen.
Ein weiterer Mechanismus, der für die Hautalterung bedeutend ist, ist die UV-Lichteinwirkung - extrinsischer Faktor -, diese löst Kollagenabbau durch Proteolyse aus. Verantwortlich dafür sind Matrixmetalloproteinasen (MMPs). Diese Alterungsprozesse werden durch endogene, das sind intrinsische Faktoren - beispielsweise Rauchen -, verstärkt.
Die beim Kollagenabbau entstehenden Stoffwechselprodukte wirken entzündungsauslösend und somit im Sinne von Alterung.
Beta-Carotin kann diesen Prozess protektiv hemmen.
Intrinsische Faktoren
Intrinsische Faktoren, die die Strahlenempfindlichkeit erhöhen
- Leberschäden durch Alkoholmissbrauch
- Corticoide lassen die Altershaut schneller altern. Die Hautstärke nimmt ab - die Haut wird pergamentartig.
Weitere intrinsische Faktoren der Hautalterung
- Genetische Veranlagung
- Tabakkonsum - Rauchen führt zum Kollagenabbau, dieser ist messbar durch die Hydroxyprolin-Serumkonzentration.
- Hormonelle Veränderungen im Alter - Menopause, Andropause und Somatopause
Epidermis
Alterung der Epidermis
Hier führt die Alterung zu Ausdifferenzierungsstörungen von Keratinozyten und führt so zur Parakeratose und Rauigkeit der Haut im Alter. Hautalterung geht dabei einher mit der Abnahme der Vitamin D-Synthese sowie der Vitamin D-Konzentration in der Haut.
Des Weiteren führt Alterung zur Abnahme der Melanozyten. Dieses sind mit Melanin beladene Zellen, die für die Hautfarbe verantwortlich sind. Die Stimulation der Melanozyten ist gleichermaßen abhängig von UV-Strahlung wie von Stress. Beides führt zur Ausschüttung des Hormons ACTH, welches das Melanozyten-stimulierende Hormon (MSH) stimuliert und so zur Pigmentbildung anregt. Altersflecken können somit sowohl durch exogene - UV-Licht - wie auch endogene - Stress - Einflüsse ausgelöst werden.
Hautalterung bewirkt zudem die Abnahme der Langerhanszellen. Letztere sind Antigen-präsentierende Zellen der Haut. Sie haben in der Immunabwehr - beispielsweise gegenüber Bakterien und Viren - eine wichtige Funktion.
Einfluss der Hormone
Östrogene wirken auf die Epidermis anabol, das heißt stimulierend auf die Aktivität des Stratum germinativum. Die Wirkung der Östrogene entsteht über die Induktion von IGF-I in der Haut. IGF-I-Rezeptoren lassen sich im Stratum basalis und Stratum spinosum nachweisen. Des Weiteren stimulieren Östrogene die Ausschüttung von Histamin aus den Mastzellen.
Des Weiteren haben Östrogene - Östradiol - Einfluss auf die Größe und den Melaningehalt der Melanozyten, das heißt sie wirken stimulierend: Bekanntermaßen können Östrogene - beispielsweise in einem Kontrazeptivum (Anti-Babypille) vorhanden oder in der Schwangerschaft vermehrt gebildet - zur Hyperpigmentierung (Chloasma) im Gesicht führen.
Auch Gestagene können im geringen Maße dazu beitragen.
Östrogene haben einen antioxidativen Schutz für die Haut, indem sie Radikale einfangen.
Testosteron wirkt über einen Keratinozyten-growth-factor stimulierend auf die Keratinozyten und führt zu einer Erhöhung des Keratingehalts.
Vitamin D3 und Thyroxin haben gemeinsam Einfluss auf die Proliferation der Keratinozyten.
Die Langerhanszellen - Antigen-präsentierende Zellen der Haut - stehen unter dem Einfluss des Progesterons.
Dermis - Bindegewebe
Alterung des Bindegewebes
Abnahme der Dicke des Koriums (Lederhaut), sowie der Fibroblasten und Mastzellen. Besonders ausgeprägt ist die Abnahme der elastischen Fasern im Korium, die für die Faltenlosigkeit von Bedeutung sind. Die UVB-Strahlen bewirken, dass die elastischen Fasern verdünnt und zerstört werden - in Folge dessen kommt es zur Aufhebung der Vernetzung der Elastica und zur Zerstörung der kollagenen Matrix. Verantwortlich dafür sind Matrixmetalloproteinasen (MMPs). Diese Alterungsprozesse werden durch endogene, das sind intrinsische Faktoren, verstärkt.
Einfluss der Hormone
Matrixmetalloproteinasen (MMPs) werden gehemmt durch Progesteron und Testosteron.
Östrogene - Östradiol - stimulieren die Kollagensysthese und haben zudem einen positiven Effekt auf das Elastin. Dabei kommt es nicht auf die Kollagensynthese (Neubildung) an, sondern auf die Balance zwischen Auf- und Abbau.
Cave!
Eine erhöhte Östradioldosis führt zu einer vermehrte Aktivität der Kollagenasen!
Des Weiteren stimulieren Östrogene die Synthese der Hyaluronsäure, die ein wichtiger Bestandteil der Glykosaminglykane sind.
Die Glykosaminglykane werden in folgende Gruppen unterteilt
- Hyaluronsäure
- Chondroitinsulfat
- Heparansulfat
- Keratansulfat
Glykosaminglykane dienen der Stabilisation der Haut durch Einlagerung von Wasser. Sie sind somit ein Spiegelbild der Frische der Haut.
Talgdrüsen
Alterung der Talgdrüsen
Die Talgdrüsenfunktion ist abhängig von Sexualhormonen - Androgene und Östrogene. Ihre Funktionsfähigkeit sinkt im Alter im Vergleich zu jungen Menschen auf die Hälfte.
Einfluss der Hormone
Ursache der Alterung sind sowohl intrinsische Faktoren wie auch die nachlassende Sekretion von Sexualhormonen (Östrogene, Testosteron) wie auch der Wachstumshormone (STH, IGF-I).
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