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Atherosklerose
Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

Definition

 

Die Atherosklerose (= Arteriosklerose) - umgangssprachlich Arterienverkalkung genannt - bezeichnet einen chronisch, fortschreitenden Prozess, der zu charakteristischen Veränderungen der Innenschicht (Intima) und der inneren Schicht (Intima media) der Arterienwand führt. Es kommt dort zu einer Sklerose durch Bindegewebswucherungen, die zu degenerativ-nekrotisierenden Veränderungen der Intima führen, wobei sich dort Cholesterin, Fettsäuren und Kalk ablagern.

 

 

Symptome und Beschwerden

 

Der Beginn einer Atherosklerose ist bis zum Auftreten der Folgeerkrankungen - Koronare Herzkrankheit (KHK), zerobrovaskuläre Insuffizienz (Durchblutungsstörungen des Gehirns) - symptomlos.

Erst die Folgeerkrankungen wie beispielsweise Myocardinfarkt - Herzinfarkt - und Apoplex - Schlaganfall - weisen auf die vorliegende Atherosklerose hin.

Der Apoplex - Schlaganfall - kündigt sich oft als so genannte ischämische Attacke (TIA) an.

Symptome einer ischämischen Attacke sind

  • Schwindelattacken
  • Häufige Kopfschmerzen
  • Unerklärliche Stürze
  • Flüchtige Lähmungen
  • Zeitweilige Seh- und Sprachstörungen

Diese Symptome, die sich oft innerhalb von Minuten bis Stunden zurückbilden, bedürfen der umgehenden Diagnostik.

 

 

Risikofaktoren

Biographische - unveränderbare - Risikofaktoren

  • Alter
  • Geschlecht - Männer erkranken bis zu fünfmal häufiger an Verschlusskrankheiten
  • Familiengeschichte - Koronare Herzkrankheit oder Herzinfarkt in enger Verwandtschaftsbeziehung (1. Grades) - insbesondere bei Erkrankung der Männer vor dem 55. Lebensjahr beziehungsweise bei Frauen vor dem 65. Lebensjahr
  • Vorhandensein einer Arteriosklerose-bedingten Gefäßerkrankung
  • Koronare Herzkrankheit (KHK) (z.B. früherer Myokardinfarkt - Herzinfarkt -, Angina pectoris, angiographischer Nachweis einer KHK etc) ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für den akuten Herzinfarkt
  • Dopplersonographischer Nachweis von Stenosen, Plaques oder Intima-media-Verdickungen der Carotiden bedeuten ein 6-, 4- beziehungsweise 2-fach erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt.

Modifizierbare - durch das Verhalten veränderbare - Risikofaktoren

Behandelbare Risikofaktoren - Krankheiten

*In einer Studie wurde erstmals gezeigt, dass Osteoporose ebenfalls einen signifikanten Risikofaktor für eine KHK - koronare Herzkrankheit - darstellt: Dieses erklärt sich durch die Tatsache, dass die so genannten Osteoklasten - Knochen abbauende Zellen - die Verkalkung der Arterien stimulieren [1].

Labordiagnosen - Laborparameter, die als unabhängige Risikofaktoren gelten

Weitere Risikofaktoren

  • Infektionen mit Chlamydien
  • Chronische Infektionen - beispielsweise Urogenitaltrakt, Respirationstrakt

Das gleichzeitige Vorhandensein mehrerer Gesundheitsrisiken potenziert das Arteriosklerose-Risiko. 
 

Ursachen

 

Kleine Läsionen, die bereits im jugendlichen Alter in der Arterienwand vorliegen können, bilden den symptomfreien Anfang der Atherosklerose. Zuerst kommt es zu Entzündungen, dann zur Einwanderung von Blutzellen, anschließend von Lipiden und LDL-Cholesterin.

Bei Fortschreiten des Prozesses kommt es dann zur Bildung von atherosklerotischen Plaques - Gefäßwandverdickungen und -auflagerungen, die die Blutbahn zunehmend einengen.

 

 

Folgeerkrankungen

 

Folgeerkrankungen der Atherosklerose sind

  • Koronare Herzkrankheit - mit der Folge von Myocardinfarkt - Herzinfarkt -, Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und Herzsekundentod 
  • Zerebrovaskuläre Insuffizienz, TIA (Durchblutungsstörungen) 
  • Claudicatio intermittens (periphere arterielle Verschlusskrankheit) 
  • Erektile Dysfunktion (ED) (Erektionsstörungen)

Die Atherosklerose betrifft darüber hinaus jedes Organsystem - sie ist die schwerwiegendste Alterungserkrankung.

 

Die Frühdiagnostik der Atherosklerose muss somit Bestandteil jedes Präventionsprogramms sein.

 

Weitere Informationen

Diagnostik

Therapie

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