Nachfolgend werden die wichtigsten neurodegenerative Risikofaktoren aufgeführt
Biographische (unveränderbare) Risikofaktoren
- Alter
- Niedriger Bildungsstand - erhöht signifikant das Morbus Alzheimer-Risiko!
- Schädel-Hirn-Trauma
Modifizierbare - durch das Verhalten veränderbare - Risikofaktoren
- Fehl- und Überernährung - erhöhte Konzentrationen von gesättigten oder auch trans-ungesättigten - hydrogenierten - Fetten, wie sie zum Beispiel in Margarine vorkommen, erhöhen das Morbus Alzheimer-Risiko
- Hoher Alkoholkonsum - Mann > 60 g/Tag; Frau > 40 g/Tag - hohe Alkoholkonzentrationen führen nachweislich zur Hirnatrophie (ARIC-Studie - Stroke. Dec 4)
- Körperliche Inaktivität
- Übergewicht
Behandelbare Risikofaktoren - Krankheiten
- Diabetes mellitus (Insulinresistenz)
- Arterielle Hypertonie - Bluthochdruck
Labordiagnosen - Laborparameter, die als unabhängige Risikofaktoren gelten
- Cholesterin
- Homocystein*
- Apolipoprotein E in seinem Genotyp 4 (ApoE4) - erhöhte ApoE4-Werte können auf ein erhöhtes Morbus Alzheimer-Risiko hinweisen
*Nach neuen Studienergebnissen ist Homocystein im Stande, direkt Nervenzellen zu schädigen und stellt somit einen eigenständigen - unabhängigen - Risikofaktor für die Hirnfunktion, das heißt für kognitive Funktionseinschränkungen und Demenz dar.
Die Auflistung der neurodegenerativen Risikofaktoren zeigt, dass diese größtenteils zur Gruppe der Atherosklerose-bedingenden, das heißt vaskulären Risikofaktoren gehört. Dieses deckt sich mit der Beobachtung, dass vaskuläre Veränderungen bei Morbus Alzheimer sowie deren Mischformen häufig anzutreffen sind.
Das gleichzeitige Vorhandensein mehrerer Gesundheitsrisiken potenziert das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen.
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