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Schlafstörungen
Definition

Jeder Mensch benötig regelmäßig und ausreichend Schlaf: Der erholsame Nachtschlaf regeneriert Körper und Geist - ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch im Schlaf.

Vorübergehende Schlafstörungen werden noch nicht als eigentliche Störung angesehen. Wenn sie sich allerdings über Wochen und Monate hinziehen, kann es zu belastenden Beschwerden kommen


Symptome und Beschwerden


Es gibt verschiedene Formen von Schlafstörungen.

Die meisten lassen sich einteilen in Einschlaf- und Durchschlafstörungen

 

  • Einschlafstörungen - wenn man länger als 30 Minuten zum Einschlafen benötigt
  • Durchschlafstörungen - vorzeitiges Aufwachen beziehungsweise wenn man weniger als vier Stunden durchschläft


Risikofaktoren

Biographische – unveränderbare – Risikofaktoren

  • Alter – im Laufe des Alterns nehmen die Phasen des Tiefschlafes und die Schlaftiefe ab, die Tendenz zum nächtlichen Erwachen nimmt zu
  • Geschlecht – Frauen leiden mit zunehmendem Alter häufiger an Schlafstörungen als Männer
  • Hormonelle Störungen – zum Beispiel 17-Beta-Östradiol-Mangel bei der Frau
  • Während oder nach der Menopause – es ergeben sich ebenfalls hormonelle Veränderungen
  • Während der Menstruation – Regelblutung
  • Schwangerschaft


Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren

  • Psychologische Ursachen – Ärger, Stress, ungelöste Probleme, Ehekrisen, belastende Situationen, Überarbeitung, Leistungsdruck
  • Physiologische Ursachen – Nächtliches Essen oder Trinken
  • Fehlen des gewohnten Schlafrituals
  • Genussmittelkonsum –  KaffeeAlkohol, Rauchen


Behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen


Medikamente

  • Viele Medikamente können als Nebenwirkung Schlafstörungen aufweisen, beispielsweise Appetitzügler, Medikamente, die Coffein enthalten, weiterhin
  • Amphetamin, Methylphenidat, Modafinil, Guarana, Ginseng, Pseudoephedrin, Ephedrin, Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin, Reboxetin, Desipramin, Atomoxetin, Bromocriptin, Levodopa, Pergolid, Pramipexol, Thyroxin


Chemotherapien

Operationen

Umweltbelastungen oder Intoxikationen – Vergiftungen

  • Physikalische Ursachen – Höhenbedingte Schlafstörung, Lärm, helles Licht etc.
  • Wohn- und Umweltgifte – Spanplatten, Lacke, Holzschutzmittel, Wandfarbe, Bodenbeläge etc.


Sonstige Risikofaktoren

  • Schichtarbeit – Störung des Biorhythmus –, Zeitzonenwechsel etc.
  • Alpträume
  • Schnarchen



Ursachen

Die Ursachen von Schlafstörungen sind vielfältig

  • Physikalische Ursachen - Höhenbedingte Schlafstörung, Lärm, helles Licht etc.
  • Wohn- und Umweltgifte - Spanplatten, Lacke, Holzschutzmittel, Wandfarbe, Bodenbeläge etc. 
  • Physiologische Ursachen - Nächtliches Essen oder Trinken; Schichtarbeit - Störung des Biorhythmus -, Zeitzonenwechsel etc.
  • Psychologische Ursachen - Ärger, Stress, ungelöste Probleme, Ehekrisen, belastende Situationen, Fehlen des gewohnten Schlafrituals etc.
  • Psychiatrisch-neurologische Ursachen - Alpträume, Depressionen, Manie, Epilepsie,  Morbus Parkinson - Schüttellähmung, Morbus Alzheimer - degenerative Hirnerkrankungen -, andere Formen der Demenz 
  • Pharmakologische Ursachen  
    Genussmittelkonsum - Koffeinkonsum, Alkoholkonsum, Rauchen
    Nebenwirkungen von Medikamenten - Appetitzügler etc.
  • Organische Ursachen - Schmerzen, nächtliche Wadenkrämpfe
    Krankheiten - Herzkrankheiten, Lungenerkrankungen - Asthma  bronchialeRefluxösophagitis - Entzündung der Speiseröhre durch Magensäure -, Sodbrennen, Nahrungsmittelallergie,
    Restless Legs Syndrom - Ruheloses-Bein-Syndrom genannt
    Schlaf-Apnoe - Aussetzung der Atmung während des Schlafens - Schnarchen- Tagesmüdigkeit - die Schlaf-Apnoe steht häufig in Zusammenhang mit Adipositas - Übergewicht
  • Hormonelle Störungen - zum Beispiel 17-Beta-Östradiol-Mangel der Frau in der Perimenopause
  • Altersbedingte verminderte Produktion von Melatonin


Physiologie der Melatonin-Sekretion

Bis zum 3. Lebensmonat wird Melatonin von dem Corpus pineale (Zirbeldrüse) nur wenig produziert und sezerniert. Zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr werden die höchsten nächtlichen Melatonin-Serumwerte (- 330 pg/ml Serum) gemessen.
Bis zum 15. Lebensjahr fällt der Melatonin-Serumspiegel - wahrscheinlich im Zusammenhang stehend mit der Pubertät - deutlich ab: Die Tageskonzentrationen liegen bei circa 10 pg/ml und steigen nachts auf 60 pg/ml.
Nach dem 15. bis zum etwa 60. Lebensjahr liegen in etwa ähnliche Konzentrationen vor, die nach dem 60. Lebensjahr weiter fallen.

Die gesicherte physiologische Bedeutung des Melatonins besteht in der Synchronisation der zirkadianen Tagesrhythmik, dem so genannten Schlaf-Wach-Rhythmus.

Melatonin bewirkt selber keinen Schlaf, sondern weckt das Schlafbedürfnis und senkt die Körpertemperatur. Des Weiteren wird dem Melatonin eine antioxidative und immunmodulatorische Wirkung nachgesagt. Melatonin kann somit als ein Anti-Aging-Hormon gelten.

Schlafstörungen können somit auch ein Symptom für Alterungsprozesse sein.

Schlafstörungen und ihre Auswirkungen auf eine große Anzahl von wichtigen körperlichen und geistigen Funktionen sind ein wesentlicher Faktor von sowohl ursächlicher als auch auslösender Bedeutung für eine Reihe von Alterungsmechanismen.


Folgen von Schlafstörungen sind

  • Tagesmüdigkeit
  • Leistungs- und Konzentrationsschwäche
  • Frieren
  • Kopfschmerzen
  • Stimmungsschwankungen, wie Gereiztheit

 

Weitere Informationen

Diagnostik

Therapie

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